Es wird ernst

Der Plan steht, jetzt geht es an die Umsetzung

Genau heute in zwei Monaten werden Nano und ich die ersten Schritte auf einem seeehr langen Weg gehen. Die Routenplanung ist final abgeschlossen und jetzt heißt es: TRAINING! 

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Wie trainiert man dafür, zu Fuß 370 Kilometer und 20.000 Höhenmeter zu überwinden? Klar! Am besten so viel wie möglich wandern. Da in der Dortmunder Umgebung aber nur Mittelgebirge oder Halden, im Pott auch liebevoll „Monte Schlacko“ genannt, in der Nähe sind, muss also eine Trainingsalternative zum Wandern her.

Übergang über die Pedrotti-Hütte in der Brenta-Gruppe

Und die heißt: Joggen! Nano und ich halten uns schon seit einer Weile und in den kommenden Wochen auf unseren üblichen Laufrunden und mit einem kleinen Spezialprogramm fit. Und das sieht so aus:

1. Jeden Tag eine Yogaeinheit. Das stärkt die Muskulatur, hält sie aber auch geschmeidig und trainiert mich darin, bewusst mit meiner Atmung den Puls wieder runterzubringen. 

2. Zweimal pro Woche eine Laufeinheit von mindestens einer Stunde. So tun Nano und ich etwas für die Muckis in den Beinen und die Kondi. 

3. Einmal pro Woche Höhenmeterfresser: Ich stratze mit meinem schwer gefüllten Rucksack die Steilhänge der Hohensyburg am wunderschönen Hengsteysee auf und ab und Nano fliegt nur so die Wege rauf … Denn bei der Besteigung des Mount Baker in den USA mit schwerem Zelt und komplettem Gletschergerödel, habe ich festgestellt, dass ich mich mit sehr schweren Gepäck doch eher wie eine Schnecke bewege. Das muss sich auf jeden Fall bis zur Alpenüberquerung bessern! Bonus: Schulter und Rücken werden so schon ein wenig mittrainiert und gestärkt und gewöhnen sich hoffentlich an die Last. Denn Nano bekommt zwar einen eigenen Rucksack, ich muss mich aber darauf einstellen, dass ich doch eher sein Packesel sein werde, als umgekehrt! 

Sitz, Platz, Fuß – das Gehorsamkeitstraining mit Nano

Und dann gilt es natürlich auch mit Nano einige nützliche Kommandos für Wanderungen zu üben. Denn hier Zuhause können wir es uns ja leisten, zum Beispiel die Leinenführigkeit auch mal schleifen zu lassen oder „bei Fuß“ nicht immer ganz sauber einzufordern. 

Auf einer langen Wanderung, kann aber selbst eine ganz leicht gestraffte Leine irgendwann gewaltig nerven …  den Zottel und mich! Und bei Kuhbegegnungen ist es einfach wichtig, dass Nano ruhig und nah bei mir läuft. Wer schon einmal eine Kuh in Acion gesehen hat, weiß, wie angsteinflößend diese sonst so sanften Tiere sein können! 

Nano jedenfalls hält immer einen groooßen Sicherheitsabstand, wird aber, weil er so eine Schissbuxe ist, auch ganz schön zappelig. An dem Thema, werden wir auf jeden Fall auch noch arbeiten müssen. Darüber erfahrt ihr in einem eigenen Blogpost zu einem späteren Zeitpunkt mehr. 

Und abschließend ist es natürlich wichtig, dass Nano bei Wildbegegnungen nicht abschießt! Hier habe ich in der Vergangenheit richtig gute Erfahrung mit der Methode „Zeigen-und-Benennen“ gemacht. Im Grunde geht es darum, den Hund dafür zu bestätigen, dass er dem Wild hinterherschaut (als Ersatzhandlung) und nicht zum Hetzen übergeht. Dafür bekommt er einen Ersatz – zum Beispiel dem Futterbeutel hinterherzuhetzen. Wir werden das ganze aber nochmal intensiv üben und dann auch hier zeigen. 

 


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