Gesunde Füße auf langen Wanderungen

5 Tipps für gesunde Füße und Pfoten am Berg

Gesunde Füße auf der Wanderung

Was wir in drei Wochen Wanderung am meisten brauchen? Ganz klar, unsere Füße! Damit die den Strapazen auch standhalten, habe ich in den letzten Wochen jede Menge Tipps gelesen. Wie Nano und ich unsere Füße fit für die Tour halten, erzähle ich heute. 

Eine ganze Woche lang bin ich nun schon krank. Husten hat mich fest im Griff. Die Füße konnte ich aber zum Glück trotzdem ein wenig für die Wanderung trainieren … na immer hin. Always look on the bright side … und so. 😉 

Also, hier kommen sie, meine heißen Tipps für beanspruchte Wanderfüße.

1. Fußmuskulatur stärken
Die Fußmuskulatur muss auf langen Wanderungen viel aushalten. Für eine gute Fußmuskulatur hilft es zum Beispiel, viel barfuß zu laufen. Wir gehen dann nämlich nicht im Fersengang, wie sonst in Schuhen, sondern rollen über den Ballen von vorne nach hinten ab. Das verteilt die Kräfte natürlich ganz anders und stärkt den ganzen Fuß. Auch Übungen, wie auf einem Bein stehen, auf Zehenspitzen stehen und auf den Fersen stehen, helfen dabei, unterschiedliche Muskeln im Fuß anzusprechen. Für Zehenakrobaten noch meine Lieblingsübung: Hebt doch einfach mal Dinge mit dem Fuß – oder besser gesagt den Zehen – auf.  Ob Kuli, ein Blatt Papier oder Socken – alles kann als Trainingsgerät dienen. 😉 

2. Die richtigen Socken
Einfach die guten alten Tennissocken anziehen und los geht’s? Äähm, lieber nicht! Die Wahl der richtigen Socken kann echt den Unterschied machen. Baumwolle ist keine gute Idee. Besser: Merino-Socken. Die leiten die Feuchtigkeit ab. Warum ist das wichtig? Feuchtigkeit im Schuh verursacht mehr Reibung und weicht den Fuß auf. Dann können Blasen viel schneller entstehen. Achtet auch auf die Passform. Falten in der Socke sind der Killer! Und auch die Polsterung sollte passen. Darum gerne Wandersocken und keine Laufsocken nehmen. Die sind nämlich anders gepolstert. 

3. Fußpflege
Für mich: Mein neuer Supertipp ist Hirschtalg! Ich habe schon häufiger davon gelesen, es jedoch erst kürzlich ausprobiert. Die Creme hält die Füße wirklich über Stunden weich, geschmeidig und hinterlässt einen leichten Fettfilm. Super! Denn der verhindert Reibung. Und weniger Reibung heißt weniger Blasen. Ich nutze das Zeug schon einige Tage vor der Wanderung und währenddessen auch gerne morgens und abends.  
Für Nano: Auch hier sind rissige Pfoten natürlich ziemlich schlecht für lange Belastungen. Für Nanos Pfoten nutze ich einfach Vaseline. Auch ihm creme ich die Pfötchen morgens und bei Bedarf auch abends damit ein. Da Nano langes Fell hat, stutze ich das zusätzlich noch zwischen den Zehen. So kann kein Filz entstehen, der ihn beim Laufen stört.  

4. Die richtige Schuhwahl
Für mich: Für die Alpenüberquerung habe ich mir einen neuen Wanderschuh von Salewa zugelegt. Sonst bin ich nämlich entweder mit steigeisenfesten Stiefeln oder aber mit Halbschuhen unterwegs. Beides passt diesmal nicht wirklich. Also musste ein hoher Schuh mit fester, aber eben nicht knallharter Sohle her. Oft hört man den Tipp, den Schuh ein halbes Jahr einzulaufen vor einer Tour. Das habe ich in diesem Fall nicht gemacht. Ich kenne mittlerweile meine Problemstellen und habe die Schuhe Zuhause ausgiebig getestet. Danach gab es ein paar Wanderungen im Mittelgebirge. Fazit: Passt, sitzt, wackelt und hat Luft. Für alle, die nicht so viel Erfahrung haben mit solchen „Klotschen“: Lauft die Schuhe gut ein. Dann wisst ihr im Zweifel zumindest vorher, welche Stellen ihr tapen müsst. 😉 Bitte auf keinen Fall neue Schuhe kaufen und direkt ab damit in die Berge. Das kann im Zweifel ganz schöne Quälerei sein. 
Für Nano: Auch der hat Booties. Die bekommt er jedoch nur an, wenn sonst Verletzungsgefahr für die Pfoten besteht, also bei scharfkantigen Untergründen, sehr hartem und eisigem Schnee oder im Notfall auch bei kleineren Verletzungen, um die Pfoten zu schützen. 

5. Schuhe anlassen auf der Wanderung
Ich bin bisher immer gut damit gefahren, bei Wanderungen die Schuhe auch bei Pausen nicht auszuziehen. Denn: Die Schuhe sind gut geschnürt. Ziehe ich sie bei einer kurzen Pause aus oder öffne sie, schwellen die Füße an. Dann können schnell Druckstellen auftreten. Ausnahme: Wenn ich wirklich lange Pause mache und die Füße mal im Bach bade. Nach so einem erfrischenden Fußbad, sollte man aber auch darauf achten, die Füße wieder gut zu trocken. Sonst? –> Blasen! 

Das sind  die Dinge, die ich vor und während der Wanderung beherzigt habe. Es gibt aber natürlich noch eine Menge mehr, was du tun kannst, damit die Füße fit für lange Wanderungen sind. Auf dem Bergzeit Blog findet ihr zum Beispiel 8 weitere Tipps zum Thema gesunde Wanderfüße. Viel Spaß beim Ausprobieren! 

 


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