Es läuft und läuft und läuft …

Vom Regen am Gardasee in den Hochsommer in Südtirol

Jap, „es läuft“ kann man in diesem Fall doppeldeutig verstehen. 😉 Denn in der Gegend rund um Meran war es die letzten Tage schon ordentlich warm. Im Tal kratzen wir an der 30°-Marke. Das ist für meinen vierpfotigen Begleiter schon etwas zu warm. Was wir dagegen tun? Erzähle ich euch hier.

Nano und ich sind mittlerweile im Vinschgau angekommen. Nicht umsonst ist hier der Obstanbau ganz groß, denn es ist warm und in der Regel sehr sonnig. Was zum Entspannen toll ist, strengt auf Wanderung jedoch doppelt an – ganz besonders Nano. Sein Kühlsystem ist einfach nicht so gut, wie das menschliche. 

Auf unserer siebten Etappe durch das Ultental halten wir uns darum immer eher an der Nordseite der Hänge, wo die Sonne nicht so stark einstrahlt. An jeden Bach machen wir Halt und wo sich die Gelegenheit bietet, kann Nano auch im Wasser baden, um sich abzukühlen. Viele kurze Pausen und viel Trinken helfen Mensch und Tier! 

Insgesamt ist der Ultener Höfeweg wirklich idyllisch. Es geht vorbei an Urlärchen, hier und da bietet sich Gelegenheit zur Einkehr und am Stausee kann Nano sich mal so richtig abkühlen. Doch selbst hier im Tal haben wir wieder kleinere Probleme mit dem Sturm, der im Oktober gewütet hat. Eine Brücke ist unpassierbar und so nehmen wir einen kleinen Umweg in Kauf. 

So langsam kommt der Sommer und das Wetter  in den Bergen wird so, wie es für Juni ganz typisch ist: bis zum Nachmittag schön, dann ziehen Gewitter auf. Unseren Übergang vom Ultental ins Vinschgau planen wir darum möglichst früh. Um 6 Uhr geht der Wecker und wir brechen frühzeitig auf. Bereits um halb 11 erreichen wir das Joch und können auf dem Abstieg viele gemütliche Pausen machen. Das ist wichtig für Nano, denn ihm ist es deutlich zu warm. Auch hier nutzen wir jede Gelegenheit, zu trinken und Nano darf in jedem Bach und jeder Pfütze baden. Die sich langsam bildenden Wolken habe ich immer ein wenig im Blick, doch das Tal erreichen wir lange, bevor es dann kracht. 

Vor uns liegt noch eine ganze Etappe in Südtirol, dann geht es rüber nach Österreich. Für diese etwas höhere Etappe habe ich mich gewappnet: Schneeschuhe sind mit an Bord und den Weg kenne ich bereits von einer Tour vor zwei Jahren. So hoffen wir, dass wir ganz gut rüber kommen. 

Achja, und der Schnee hilft übrigens auch, bei der Abkühlung. 😉 


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